Als die Südafrikaner am Heritage Day ihrer  verschiedenen Kulturen gedachten und diese feierten nutze ich mit drei Freunden das lange Wochenende, um einen Ausflug zum Kruger Nationalpark zu unternehmen.

Zusammen mit einer Freundin flog ich von Kapstadt nach Johannesburg, dort mieteten wir ein Auto und fuhren bis nach Nelspruit, wo wir von zwei weiteren Freunden aufgepickt wurden. Dann ging es gemeinsam weiter nach Hazyview, wo wir die erste Nacht in einem Airbnb verbrachten.

Am nächsten Morgen ging es dann los in Richtung Park. Wir sind nur etwa eine halbe Stunde gefahren, bis wir am Phabeni Gate ankamen, einem der insgesamt neun Gates des Parks. Der Eintritt kostet für Touristen umgerechnet circa 20€, was absolut gerechtfertigt ist!

Nach nicht einmal fünf Minuten im Park haben wir schon die ersten Antilopen entdeckt. Direkt im Anschluss sind wir an ein Wasserloch gefahren, an dem sich zu bestimmten Zeiten viele Tiere tummeln sollen. Und tatsächlich konnten wir im Wasser Nilpferde entdecken. Über den Tag verteilt sahen wir dann noch Giraffen, Elefanten, Kudus und Zebras. Eins der Highlights des ersten Tages war definitiv der Moment, in dem wir einen männlichen Löwen gesehen haben! Das war sehr beeindruckend.

Das zweite Highlight ereignete sich völlig ungeplant, als wir bereits auf dem Weg zum Ausgang waren: Direkt am Straßenrand hatte sich eine Hyänen-Familie niedergelassen. Einige Meter weiter macht eine weitere Hyäne durch laute Geräusche auf sich aufmerksam. Als wir näher heranfuhren stellten wir fest, dass das wohl Freudenrufe waren, denn das Weibchen neben ihm bekam gerade zwei Junge! Wir waren also live bei einer Geburt dabei, was definitiv ein einmaliges und unvergessliches Erlebnis war.

“Eins der Highlights des ersten Tages war definitiv der Moment, in dem wir einen männlichen Löwen gesehen haben! Das war sehr beeindruckend.”

Die zweite Nacht verbrachten wir in einer Lodge, die sich ebenfalls außerhalb des Parks befand, da alle Camps im Park leider schon voll waren. Je nach dem zu welcher Zeit man solch einen Trip plant sollte man also vorher schon eine Schlafmöglichkeit in einem der Camps im Park buchen.

Ebenso hatten wir leider Pech was den Eintritt am nächsten Tag betraf, da wir um 10:30 Uhr bereits nicht mehr reingelassen wurden, da der Park schon voll war. Wir entschlossen uns daher direkt dazu für den nächsten Tag eine Reservierung vorzunehmen, um nicht noch einmal vor verschlossenen Toren zu stehen.
Am zweiten Tag fuhren wir also schon früh morgens in den Park. Wir sahen wieder viele Tiere, dieses Mal unter anderem noch Nashörner und Affen. Außerdem waren wir den Tieren an diesem Tag oft viel näher als am ersten Tag, da sie vor uns die Straße überquerten oder einfach am Straßenrand stehen blieben.
Obwohl wir zwei ganze Tage im Park verbrachten haben wir nicht einmal ein Viertel von diesem gesehen, da er sich über ein Gebiet von 20.000km² erstreckt.

Von den „Big 5“, den populärsten Tieren im Park, haben wir tatsächlich vier gesehen: Elefanten, Nashörner, Löwen und Büffel. Was noch fehlt sind Leoparden. Nichts desto trotz war das ein einmaliges Erlebnis und ich kann nur jedem empfehlen während seiner Zeit in Südafrika den Kruger Nationalpark zu besuchen!