Time flies! Nun sind schon zwei Monate vergangen seit ich hier in Kapstadt angekommen bin. Ich war seit dem ersten Moment verliebt, aber nun, da es Sommer wird, ist Kapstadt tatsächlich noch schöner.

Ich hatte in der Zwischenzeit die Gelegenheit einige Sachen zu unternehmen. Nachdem ich den Tafelberg in den ersten beiden Wochen direkt zweimal erklommen habe, konnte ich das relativ schnell von meiner Bucket-List streichen. Unter anderem hatte ich die Gelegenheit in den vergangenen Wochen diese weiteren Sehenswürdigkeiten zu besuchen:

  • Kap der guten Hoffnung
  • Signal Hill
  • Lion’s Head
  • Township Tour
  • Stellenbosch
  • Wine Tasting

An einem sonnigen Samstag mieteten wir uns ein Auto und machten uns auf dem Weg zum Kap der guten Hoffnung, welches circa eine Stunde Fahrtzeit von Kapstadt entfernt liegt. Hier trifft allerdings das Motto „Der Weg ist das Ziel“ den Nagel auf den Kopf. Wir fuhren über den atemberaubenden Chapman’s Peak Drive nach Hout Bay, besuchten die Pinguine am Boulders Beach und aßen fangfrischen Fisch in Simon’s Town bevor es über Muizenberg zurück nach Kapstadt ging.

Ein paar Tage später machten wir uns auf der Sonne beim Untergehen vom Signal Hill aus zuzuschauen. Der Signal Hill ist einer der drei bekanntesten Berge in Kapstadt und wird auch als der „Körper des Löwen“ bezeichnen, der in den Lion’s Head übergeht. Diesen bestiegen wir einige Tage drauf, wieder, um den Sonnenuntergang zu sehen. Davon werde ich wohl nie genug bekommen.

An einem weiteren Wochenende machten wir uns sonntags auf den Weg zu einer Township Tour. Wenn ich „wir“ sage, spreche ich in der Regel von mir und meinen Mitbewohnern, mit denen ich ein super Verhältnis habe und die zu meiner Familie hier geworden sind. Die Tour hatten wir im Voraus gebucht und uns auch ausgiebig darüber informiert. Wir hatten zu Beginn Bedenken, dass es möglicherweise ein komisches Gefühl ist als „privilegierte Weiße“ in ein Township zu fahren, um zu sehen, wie die schwarze Bevölkerung dort lebt. Die Apartheid hat hier immer noch ihren Einfluss. Dem war jedoch nicht so. Die Tour startete mit einem Besuch in der Kirche von Langa, einem der Townships vor den Toren von Kapstadt, in dem auf circa 3km² rund 50.000 Menschen leben. Der Besuch in der Kirche war sehr berührend, es ist ganz anders als in Deutschland: Die Leute feiern und zelebrieren den Gottesdient, alle tanzen, alle singen, alle sind fröhlich. Anschließend wurden wir von unserem Guide, der selbst aus dem Township stammt, durch das Dorf geführt. Wir hatten sogar die Gelegenheit in einige Häuser reinzuschauen. Wir waren alle sehr bewegt von dieser Erfahrung und ich kann es wirklich nur jedem empfehlen so etwas zu machen. Trotz der Armut sind die Menschen dort so fröhlich; man lernt seine Lebensbedingungen, die so selbstverständlich erscheinen, definitiv mehr wertzuschätzen.

Vorletztes Wochenende fuhr ich nach Stellenbosch das etwa 40km von Kapstadt entfernt und mit rund 77.000 Einwohnern die zweitälteste Stadt Südafrikas ist. Eine Freundin von mir absolviert dort derzeit ein Auslandssemester, sodass sich die Gelegenheit bot, sie zu besuchen. Sie zeigte mir die Stadt sowie die Universität und wir probierten bei einem Wine Tasting verschiedenste Weine. So ein Tasting kostet in der Regel umgerechnet circa fünf Euro und ist das perfekte Programm für einen sonnigen Nachmittag. Stellenbosch war für mich wie ein Urlaubsort, an dem die Welt noch in Ordnung ist. Definitiv einen Besuch wert!

Am letzten Wochenende besuchten wir den Oranjezicht City Farm Market, der sich an der Waterfront befindet. Der Markt ist nur samstags geöffnet und man findet dort alles, was das Herz begehrt: Essen, Schmuck, Design und vieles mehr. Die Essensstände und Vielfalt sind unglaublich und ich habe es wirklich bereut so schnell satt zu sein, am liebsten hätte ich alles probiert!

Am Sonntag hatten wir eine Wine Flies Tour gebucht. Für umgerechnet ca. 40 Euro wurden wir morgens um 8 Uhr abgeholt und zum ersten Wine Estate gefahren. Außer mir und sieben meiner Mitbewohner waren noch zwei Frauen aus England und ein junger Mann aus Brasilien dabei. Insgesamt umfasste die Tour fünf verschiedene Estates rund um Stellenbosch, an denen wir jeweils fünf verschiedene Weine probieren durften. Zusätzlich gab es die passende Schokolade und den passenden Käse zum Wein und als Mittagessen ein traditionelles Braai, womit hier in Südafrika ein BBQ bezeichnet wird. Ich kann diese Tour nur weiterempfehlen, da es nicht „nur“ ein Tasting war, sondern man außerdem etwas über die Produktion und die Geschichte von den südafrikanischen Weinen erfahren hat, sowie durch die Felder, Keller und die Produktionshallen geführt wurde. Ein perfekter Sonntag!

“Jetzt bleibt mir nur noch ein Monat in diesem traumhaften Land, an das ich definitiv mein Herz verloren habe. “

Jetzt bleibt mir nur noch ein Monat in diesem traumhaften Land, an das ich definitiv mein Herz verloren habe. Ich werde die Zeit weiter intensiv nutzen, um so viel wie möglich zu erleben und an Erfahrungen mit nach Deutschland zu nehmen. In ein paar Wochen werde ich nach Lesotho fahren und die Garden Route bereisen. Darüber wird natürlich ein weiterer Blogpost folgen 😉